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Die Sammlung der Symptome

Für die Wahl des richtigen homöopathischen Mittels werden alle, nicht nur lokale Veränderungen des Organismus einbezogen. Ein Repertorium wird zur Sammlung von Symptomen und der verschiedenen Arzneien erstellt.
Dabei wird nach Bönninghausen zwischen Allgemeinsymptomen, Hauptsymptomen und Nebensymptomen unterschieden.

Allgemeinsymptome sind für viele Krankheitszustände typische Veränderungen des Allgemeinbefindens.
Hauptsymptome sind die Beschwerden des Kranken, die ihn um Hilfe bitten ließen. Also die, seiner Äußerung nach, beschwerlichsten Symptome. Die gewählte Arznei muss diese Beschwerden hochwertig, das heißt, als deutlich zum Arzneibild gehörig, abdecken.
Wahlentscheidend sind die eigentümlichen Nebensymptome, zu denen auch und vor allem Veränderungen des Gemütszustandes gehören, aber auch alle anderen Veränderungen und da als deutliches Zeichen auch Hautausschläge in ihrer spezifischen Erscheinung und Lokalisation.

Viele Arzneien haben ein, nur ihnen eigenes Symptom. Nach solchen, sogenannten „Goldkörnchen“ ist ebenfalls zu forschen.
Der größere Wert ist auf die kleinen und für den speziellen Fall eigentümlichen Zeichen zu legen, da in diesen Rubriken eine geringere Anzahl von in Frage kommenden Arzneien zu finden ist. Sind alle in Frage kommenden Rubriken aufgelistet, wird das Arzneimittel gewählt, das in allen Rubriken am hochwertigsten erscheint.
Im Akutzustand sind die kurzwirkenden den langwirkenden Arzneien vorzuziehen. Deuten aber alle eigentümlichen Symptome auch auf ein langwirkendes Mittel hin, so ist dieses oft nach dem Auswirken des Akutmittels zur völligen Wiederherstellung des Kranken notwendig. Ein chronisches Geschehen als Ursache des akuten Zustandes ist dann wahrscheinlich.